Motivation und kulturelle Barrieren bei der Wissensteilung im Enterprise 2.0 (MKBE 2011)

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Nachlese zum Workshop

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Hier ist der versprochene Link zur Workshop-Gruppe auf der Plattform Yammer: https://www.yammer.com/motivationundkulturellebarrierenbeiderwissensteilungimenterprise20/

Bei Fragen zur Gruppe und Schwierigkeiten mit dem Login, bitte eine Mail an mazarakis@fzi.de schicken. In der Gruppe können die Inhalte weiter diskutiert und vertieft werden. Dort sind auch mehr Bilder, sowie die Vorträge zu finden.

Andrea Denger (Vortragende)
Athanasios Mazarakis (Moderation und Vortragender)
Christian Reuter (Vortragender)
Martin Böhringer (Vortragender)
Sebastian Müller (Moderation und Vortragender)
Impression aus der Gruppendiskussion am Nachmittag

Begonnen wurde mit ca. 12 Teilnehmern und dem Vortrag von Andrea Denger mit dem Titel "Zur Relevanz von Enterprise 2.0 und Product Lifecyle Management in der Automobilindustrie". Der erste Vortragende Michael Dekner musste leider kurzfristig aus beruflichen Gründen absagen. Frau Denger stellte sehr schön Product Lifecyle Management und Enterprise 2.0 in Relation. Es zeigte sich hierbei, dass sich beide durchaus gegenseitig bedingen können.

Fortgesetzt wurde dann mit dem Vortrag "Culture-Awareness for Supporting Knowledge Maturing in Organizations" vom Moderator Athanasios Mazarakis. Die Präsentation führte über empirische Daten zu Barrieren im Motivationsverhalten von Nutzern mit Enterprise 2.0 Werkzeugen, zu der Aufstellung von Thesen, welche den Zweck haben ein organisationskulturelles Bewusstsein zu schaffen.

Christian Reuter war der letzte Vortragende in der ersten Session mit seinem Vortrag "Motive und Barrieren für Social Software in Organisationen und im Krisenmanagement", welcher nahtlos an den vorgehenden Vortrag anknüpfen konnte, allerdings zu einem anderen Themenbereich. Es zeigt also, dass durchaus die üblichen Motivatoren und Barrieren in verschiedenen Branchen zu finden sind, wenn es um soziale Medien und deren betriebliche Nutzung geht. Danach fand eine erste Gruppendiskussion zu den Papern statt.

In der zweiten Session wurden drei weitere Vorträge vorgestellt. Den Anfang hat Martin Böhringer gemacht mit dem Thema "Bestands- und Bewegungsdaten im Web 2.0". Hierbei entwickelte sich eine interessante Begriffsdefinition und die Analyse des aktuellen Forschungstandes.

Sebastial Müller hat dann die beiden letzten Paper vorgestellt, nachdem Simon Nestler auch kurzfristig absagen musste. Im ersten Vortrag mit dem Titel "Interacting with Activity Streams" wurden Activity Streams vorgestellt und die Hypothese aufgestellt, dass die gleichen Werkzeuge in unterschiedlichen Organisationen auch unterschiedlich genutzt werden können.

Im letzten Paper mit dem Titel "Ziele der Einführung von Corporate Social Software" hat dann Sebastian Müller schon einen Übergang zur Nachmittagssession angedeutet, in dem nochmals zusammenfassend das Thema Enterprise 2.0 dargestellt wurde.

Nach der Mittagspause haben dann die Workshop Teilnehmer sich darauf geeinigt, Guidelines für Social Software zu erarbeiten. In mehr als drei Stunden entstanden viele ausgearbeitete Vorschläge, welche in eine Guideline eingearbeitet wurden.


Agenda für den MKBE 2011 Workshop am 11. September

Der Workshop findet in Raum NK 003 statt (nach dem Eingang links an der großen Treppe vorbei und ein Stockwerk runterlaufen).

Uhrzeit Titel Dauer Autoren
9:00 Beginn und Vorstellungsrunde
9:05-10:30 Vorgehensweise bei der Einführung von Enterprise 2.0 10+5 Michael Dekner - Paper: File:7Dekner2011.pdf
Zur Relevanz von Enterprise 2.0 und Product Lifecyle Management in der Automobilindustrie 10+5 Andrea Denger, Alexander Stocker, Michael Maletz - Paper: File:2DengerStockerMaletz2011.pdf
Culture-Awareness for Supporting Knowledge Maturing in Organizations 10+5 Athanasios Mazarakis, Christine Kunzmann, Andreas Schmidt, Simone Braun - Paper: File:3MazarakisKunzmannSchmidtBraun2011.pdf
Motive und Barrieren für Social Software in Organisationen und im Krisenmanagement 10+5 Christian Reuter - Paper: File:1Reuter2011.pdf
Diskussion zu den vorherigen Papern
10:30-11:00 Kaffeepause
11:00-12:30 Bestands- und Bewegungsdaten im Web 2.0 10+5 Martin Böhringer, Rico Pommernke - Paper: File:4BoehringerPommerenke2011.pdf
Interacting with Activity Streams 10+5 Simon Nestler, Benjamin Elixmann, Stephan Herrlich - Paper: File:5NestlerElixmannHerrlich2011.pdf
Ziele der Einführung von Corporate Social Software 10+5 Sebastian Müller, Alexander Richter - Paper: File:6MuellerRichter2011.pdf
Diskussion zu den vorherigen Papern
12:30-14:00 Mittagspause
14:00-15:30 Diskussionsvorschlag: Herausforderungen im E2.0 - wie identifizieren und wie damit umgehen in Praxis und Wissenschaft?
15:30-16:00 Mittagspause
16:00-17:30 Abschlussdiskussion

Call for Papers für den MKBE 2011 Workshop auf der Mensch & Computer Konferenz 2011 in Chemnitz

Einleitung

Enterprise 2.0, d.h. der Einsatz von Social Software innerhalb von Unternehmen und die sich daraus ergebende Umgestaltung, erfreut sich weiterhin der großen Aufmerksamkeit von Praktikern und Forschern. Das beruht nicht zuletzt auf der Tatsache, dass viele Problemstellungen und soziotechnische Barrieren bestenfalls identifiziert, jedoch noch nicht annähernd gelöst sind. Neben aktuellen technischen Fragestellungen, wie beispielsweise der sinnvollen Einbeziehung von Daten aus Bestandssystemen - vgl. dazu das Schlagwort Enterprise Activity Streaming (Böhringer 2010) - steht insbesondere die Unternehmenskultur weiterhin im Mittelpunkt vieler Studien (z.B. Müller & Nessler, 2011).

In Bezug auf Enterprise 2.0 und die dafür geeignete Unternehmenskultur, finden sich vor allem in der Praxis zwei divergierende Standpunkte:

  • Häufig wird argumentiert, dass der Einsatz von Social Software im Unternehmen scheitert, wenn die Unternehmenskultur nicht für die im Enterprise 2.0 typische Offenheit in der Kommunikation und Wissensteilung ausgestaltet ist (z.B. Riemer & Richter 2010).
  • Im Gegensatz dazu sprechen Unternehmen mit einer sehr partizipativen und offenen Unternehmenskultur davon, dass ihre Mitarbeiter Wissen grundsätzlich sehr gerne teilen, jedoch die neuen Enterprise 2.0-Dienste viel zu kompliziert in der Handhabung sind (z.B. Richter 2010; Stocker und Tochtermann 2010).

Darüber hinaus sind bislang Wechselwirkungen zwischen den Werkzeugen und ihrer jeweiligen Ausgestaltung und Verwendung auf der einen Seite und der Unternehmens- oder Bereichskultur auf der anderen Seite, kaum untersucht: Wie entwickelt sich die Kultur durch Enterprise 2.0 und wie beeinflusst die Kultur die tatsächlichen Nutzungsformen.

Motivationale Aspekte bei der Wissensteilung (Bildstein & Güldenberg 2011) sind ein besonders vielschichtiger Bereich, welcher das Feld „Enterprise 2.0“ umspannt, allerdings im Kontext der Arbeitswelt noch immer wenig systematisch analysiert und gestalterisch angegangen wird (vgl. Kunzmann & Schmidt 2009). Hier gilt es, aus den unterschiedlichen Disziplinen Erkenntnisse zusammenzutragen und dadurch nutzbar zu machen, dass man relevante Aspekte identifiziert und zueinander in Beziehung setzt.

Zentrale Fragestellungen des Workshops

Im Rahmen des Konferenzthemas „ÜBER MEDIEN – ÜBER MORGEN“ wollen wir nicht mehr nur bisherige Erfolgsfaktoren für Wissensteilung im Enterprise 2.0 voneinander losgelöst betrachten, sondern vielmehr auch relevante und identifizierte Barrieren genauer untersuchen. Mögliche Leitfragen sind:

  • Kulturelle Aspekte (insbesondere die Organisationskultur) wurden in der Vergangenheit als Treiber/Bremser für die erfolgreiche Anwendung von Enterprise 2.0-Werkzeugen identifiziert. Welche Implikationen lassen sich sowohl aus forschungstheoretischer, als auch aus organisationspraktischer Sicht daraus ziehen?
  • Welche Motivation haben Mitarbeiter eines Unternehmens, Social Software zu nutzen und welche Barrieren aus individueller Sicht sind beim Einsatz von Social Software in Unternehmen zu überwinden?
  • Wie lassen sich kreativitätsförderliche (Lern-)Kulturen und "Flow-Erlebnisse" (spaßmachende Erlebnisse beim Wissensaustausch) integrieren und somit evtl. neue Erkenntnisse zu Web 2.0 in Unternehmen erhalten?
  • Wie können Entscheider überzeugt werden, die neuen Dienste im Enterprise 2.0 einzuführen, bzw. bereits eingeführte Dienste entsprechend zu unterstützen?
  • Wie kann der kulturelle Wandel zu einem System, welches offene Kommunikation und Transparenz über Wissen und Wissensträger lebt, stattfinden?
  • Wie können Werkzeuge angepasst und gestaltet werden, so dass sie motivationsförderlich wirken und sich eine Passung zur Unternehmenskultur ergibt?
  • Welche weiteren Möglichkeiten (auch Erfahrungsberichte) gibt es, um Motivation und kulturelle Aspekte im Allgemeinen zu erfassen und in ein Framework zu vereinigen?
  • Existieren allgemeine Barrieren wie individuelle Persönlichkeitsmerkmale und organisationale Struktur oder sind diese Barrieren nur in bestimmten Kontexten beobachtbar?
  • Auf welche Art und Weise beeinflusst Enterprise 2.0, wie Mitarbeiter künftig zusammenarbeiten werden?

Zielgruppe und Informationen zur Einreichung

Der Workshop richtet sich mit Enterprise 2.0 sowohl an anwendungsorientierte Forscher, als auch an Entscheidungsträger aus der Praxis. Als ganztägige Veranstaltung soll dieser Workshop eine Diskussion zwischen Theorie und Praxis stimulieren. Es werden Positionspapiere mit maximal 4 Seiten Länge erwünscht. Als Einreichungen sind dabei sowohl bereits abgeschlossene Arbeiten, als auch geplante oder teilweise durchgeführte Studien zum Workshop-Thema möglich. Empirische Studien (auch Experimente), beispielsweise aus Psychologie, CSCW, BWL, Informatik, aber auch anderen Disziplinen, sowie Erfahrungsberichte aus der Praxis sind ebenso erwünschte Einreichungen. Speziell von Interesse sind Beiträge zu den folgenden Themen:

  • Fallstudien zum Einsatz von Social Software im Unternehmen mit Bezug zu motivationalen und kulturellen Aspekten.
  • Modelle zur besseren Beschreibung von motivationalen und kulturellen Aspekten oder Vorgehensmodelle, die für die geeignete Ausgestaltung von Social Software helfen.
  • Methoden, Modelle und Maßnahmen, um den Nutzen von Enterprise 2.0 für die Mitarbeiter und Entscheider kommunizier- und messbar zu machen.
  • Beiträge, die zeigen welche Motivation Mitarbeiter besitzen, um Social Software zu nutzen und welche Barrieren diese Nutzung verhindern.
  • Beiträge zur Ausgestaltung von Organisationen, damit diese Enterprise 2.0 erfolgreich einführen und die Betrachtung von organisationalen Barrieren, die eine effektive Einführung verhindern können.

Weitere Autorenhinweise, finden sie hier: http://uebermedien.org/beitragsformen_und_autorenhinweise/ - Einreichungsfrist ist Freitag, der 15. Juli 2011.

Die Beiträge bitte im PDF-Format an folgende E-Mail-Adresse schicken: mbke11@professional-learning.eu

Alle angenommenen Beiträge, werden im Workshopband der Konferenz veröffentlicht.

Organisations- und Programmkomitee